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Das Holländische Viertel im Zentrum von Potsdam ist ein in sich abgeschlossener wunderschöner Stadtteil im holländischen Stil. Sowohl für Einheimische als auch Besucher bilden die in vier Blöcken angeordneten 134 roten Backsteinhäuser ein beliebtes Ausflugsziel, das zum Flanieren und Verweilen einlädt.
Die roten unverputzten Backsteinfassaden der vielen kleinen Häuser präsentieren sich mit ihren weißen Fugen und weiß-grünen Fensterläden im typisch holländischen Stil. Sie fügen sich zu einem charmanten Bauensemble zusammen, das in dieser Art einzigartig außerhalb der Niederlande ist.
Das Holländische Viertel wurde im Zuge der zweiten Stadterweiterung zwischen 1732 und 1742 auf Geheiß des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. erbaut. Die unter der Leitung des niederländischen Baumeisters Jan Bouman (1706-1776) errichteten Traufen- und Giebelhäuser, sollten der Unterbringung holländischer Einwanderer dienen.
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Friedrich Wilhelm I. warb Handwerker aus Holland an, da er von ihrer Kunstfertigkeit überzeugt war und sich von der Ansiedlung nicht nur eine künstlerische, sondern auch wirtschaftliche Bereicherung versprach. Trotz zahlreicher Privilegien, mit denen der Soldatenkönig die holländischen Immigranten ausstattete, kamen die Handwerker nicht in der gewünschten Anzahl nach Potsdam. Nur wenige Familien blieben dauerhaft. Doch nach einiger Zeit bezogen auch einheimische Handwerker, Händler, Künstler sowie Soldaten die Unterkünfte des Viertels.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die Häuser im Holländischen Viertel aufwendig saniert und liebevoll restauriert. Heute hat das einstige Wohnquartier zu seinem alten Charme zurückgefunden.
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Im Holländischen Viertel reihen sich heute urige Kneipen, gemütliche Cafés und Restaurants dicht aneinander. Hinzu kommen zahlreiche kleine Läden, die neben Kunsthandwerk und Antiquitäten auch mit Wohnaccessoires, Mode, kulinarischen Leckereien und vielem mehr aufwarten.
Das Tulpenfest im April, der Töpfermarkt im September und Oktober sowie das Sinterklaasfest im Dezember haben sich als fester Bestandteil im Jahreslauf etabliert und erfüllen das Holländische Viertel stets mit Abwechslung.
Tipp: Für Interessierte bietet das originalgetreu restaurierte Giebelhaus in der Mittelstraße 8 die Möglichkeit, mehr über die architektonischen und geschichtlichen Hintergründe zur Entstehung des Holländischen Viertels zu erfahren. Zudem gewährt das sogenannte Jan Bouman Haus 253 einen Einblick in die Lebensweise der damaligen Bewohner und die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen. Als Museum ist das im Jahr 1735 erbaute Backsteingebäude samt Hinterhof, kleinem Garten und Wirtschaftsgebäude für jedermann zugänglich. Namenspate ist der aus Amsterdam stammende Baumeister Jan Bouman. Er handelte im königlichen Auftrag und lieferte die Entwürfe für den Bau des Holländischen Viertels. Darüber hinaus war Bouman an zahlreichen weiteren Potsdamer und Berliner Bauvorhaben beteiligt.
Von den einzelnen Sehenswürdigkeitsbewertungen über die Attraktion ergibt sich die durchschnittliche Bewertung
Anschrift und Verkehrsanbindung Holländisches Viertel:
Adresse: Mittelstraße, 14467 Potsdam
S-Bahn: Potsdam Hauptbahnhof
U-Bahn: Potsdam Hauptbahnhof
Bus: 604, 609, 639, Nauener Tor
Telefon: +49 - 331 - 2803773
Anschrift und Verkehrsanbindung Jan Bouman Haus:
Adresse: Mittelstraße, 14467 Potsdam
S-Bahn: Potsdam Hauptbahnhof
U-Bahn: Potsdam Hauptbahnhof
Bus: 604, 609, 639, Nauener Tor
Telefon: +49 - 331 - 2803773
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Von den einstigen Stadttoren der ab dem Jahr 1722 errichteten Potsdamer Stadtmauer, haben nur noch das Brandenburger Tor 258 von Potsdam, das Jägertor 264 sowie das Nauener Tor die Zeit überdauert. Letzteres befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Holländischen Viertel.
Inspiriert von dem im neugotischen Stil gehaltenen schottischen Schloss Inverary Castle, erteilte Friedrich II. im Jahr 1755 den Auftrag zum Umbau des Nauener Tores. Als Baumeister fungierte der deutsche Architekt Johann Gottfried Büring (1723-1788). Das Nauener Tor ist womöglich das erste Bauwerk auf dem europäischen Festland, welches in der von Großbritannien ausgehenden Kunstrichtung der Neogotik erbaut wurde.
Nach wie vor etwas gewöhnungsbedürftig dürfte für viele Potsdamer der graue Anstrich des Nauener Tores sein, das viele Jahre zuvor sonnengelb erstrahlte. Die Farbgebung des Tores setzte so manche Diskussion in Gange. Bei den im Jahre 1997 fertig gestellten Restaurierungsarbeiten orientierte man sich schlussendlich jedoch am historischen Vorbild und somit am Original-Farbton.
Das von zwei Türmen gesäumte Mitteltor ist für den Autoverkehr gesperrt, kann aber mit der Straßenbahn durchfahren werden. Mit der Straßenbahn gelangt man auch zur russischen Kolonie Alexandrowka 273, welche hinter dem Tor liegt.
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Jeden Samstag präsentiert sich am Nauener Tor ein Wochenmarkt, der neben Obst und Gemüse auch die eine oder andere Spezialität bereithält. Mehrere Cafés und Restaurants erfüllen den Platz am Nauener Tor mit Leben.
An sonnigen Tagen lädt zum Beispiel das Café Heider zu einer gemütlichen Kaffeepause auf der Terrasse ein. Torten-, Kaffee- und Teeliebhaber können hier aus einem umfangreichen Sortiment auswählen. Mit seinen roten Samtsofas und den in Gold gefassten Spiegeln versprüht das Café Heider typisches Kaffeehaus-Flair längst vergangener Jahrzehnte.
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Das am Nauener Tor gelegene Eckhaus blickt auf eine lange Tradition als Café zurück. Um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert erhielt Ernst Rabien den ehrenvollen Titel eines Hofkonditors und führte hier bis zum Jahre 1932 seine Konditorei und das gleichnamige Café Rabien. Neben Einheimischen und Ortsfremden verkehrte im Café Rabien vor allem auch die höfische Gesellschaft.
In unmittelbarer Nähe des Cafés befindet sich Potsdams älteste Druckerei, die unter anderem für den Druck der deutschen Wochenzeitschrift "Weltbühne" zuständig war. So soll in den 1920er Jahren häufig auch der Schriftsteller Kurt Tucholsky (1890-1935) zu den Gästen des Cafés gehört haben. Als Mitherausgeber der Zeitschrift zog sich Tucholsky gerne für die Korrektur von Schriftstücken ins Café zurück.
Seinen heutigen Namen erhielt das Café von Karl Heider, der das Haus in den 1960er Jahren übernahm. Unter der Leitung von Heider etablierte sich das Café als ein beliebter Treffpunkt von Künstlern und Intellektuellen.
Durch die vorliegenden Bewertungen zu der Sehenswürdigkeit ergibt sich die Durchschnittsbewertung
Anschrift und Verkehrsanbindung:
Adresse: Friedrich-Ebert-Straße / Kurfürstenstraße, 14467 Potsdam
S-Bahn: Potsdam Hauptbahnhof
U-Bahn: Potsdam Hauptbahnhof
Bus: 604, 609, 639, Nauener Tor
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In einem typischen Backstein-Haus von Potsdams Holländischem Viertel bezog das Potsdam-Museum mit dem Bereich Kunst und Geschichte Quartier. Die kleine Ausstellung "Facetten der Stadt" zeigt vornehmlich historische Aufnahmen von Potsdam sowie eine wertvolle Sammlung von Gemälden des 18. bis 20. Jahrhunderts. Neben Sonderausstellungen können hier auch aktuelle Schenkungen an das Stadtmuseum besichtigt werden. Sehenswert ist unter anderem die Apotheke aus dem Jahre 1907. Zum Potsdam-Museum zählt auch die Gedenkstätte Lindenstraße 263 54 - ein ehemaliges Gefängnis der DDR-Staatssicherheit.
Aus den separaten Einzelbewertungen über die Sehenswürdigkeit folgt die durchschnittliche Bewertung
Anschrift und Verkehrsanbindung:
Adresse: Benkertstraße, 14467 Potsdam
S-Bahn: Potsdam Hauptbahnhof
U-Bahn: Potsdam Hauptbahnhof
Telefon: +49 - 331 - 2896800
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